Vinylboden im Bad verlegen

Vor einiger Zeit hat einmal jemand aus der Fliesenlegerbranche recht mutig verkündet: "Vinyl wird in den nächsten Jahren Fliesen als Bodenbelag weitgehend ablösen." Ob das tatsächlich in dieser Weise passieren wird und kann, wollen wir einmal dahingestellt lassen - das wird die Zukunft zeigen. Tatsache ist aber durchaus, dass Vinylböden auch in Feuchträumen eine sehr gute Lösung sein können. Warum, und mit welchen Einschränkungen, können Sie in diesem Beitrag nachlesen.

Vinylboden im Bad

Inhaltsverzeichnis

1. Vinylböden auch für Feuchträume?

2. Klick-Vinyl oder Vollverklebung?

3. Stehendes Wasser vermeiden

4. Tipp

1. Vinylböden auch für Feuchträume?

Zunächst muss man einmal zwischen Vinyl und Vinyl unterscheiden. Bei den Vinylböden gibt es mittlerweile sehr viele verschiedene Arten, die teilweise völlig unterschiedlich technisch und chemisch aufgebaut sind. Dementsprechend unterscheiden sich die einzelnen Böden auch stark in ihren technischen Eigenschaften - und in ihrer Feuchtraumeignung.

Grundsätzlich sind für Feuchträume nur solche Böden geeignet, die nicht aufquellen. Das ist gar nicht bei so vielen Vinylböden tatsächlich der Fall. Im Grunde kann man sich nur bei einem Material absolut darauf verlassen, dass ein Aufquellen des Bodens sicher ausgeschlossen ist: bei Voll-Vinyl.

Bedingten Schutz gegen Aufquellen auch bei Klick-Vinyl, bei dem die Trägerplatte aus WPC besteht. WPC steht für Wood-Polymer-Composite - eine Verbindung aus Holzmehl und Kunststoff-Komponenten, wobei Kunststoff den Löwenanteil der Mischung ausmacht (zwischen mindestens 50 und bis zu 90 %).

Im Einzelfall muss man das aber immer prüfen, da langdauernde Feuchtigkeitseinwirkung auch WPC auf Dauer schädigen kann. Geeignete Böden für Feuchträume, die aus diesem Material bestehen, sind in der Regel speziell als "feuchtraumgeeignet" ausgewiesen.

2. Klick-Vinyl oder Vollverklebung?

Grundsätzlich ist natürlich die Vollverklebung die bessere Variante. Stöße und Randfugen sollten dazu noch einmal extra mit Silikon sorgfältig abgedichtet werden. Hierbei geht es weniger um den Boden selbst, als um den Untergrund.

Stehendes Wasser verursacht mit der Zeit Gerüche, und der Untergrund könnte unter Umständen die Feuchtigkeitswirkung auf Dauer nicht vertragen, wenn Wasser unter den Boden läuft.

Natürlich kann man auch eine komplett durchgehende wassersperrende Schicht unterhalb anbringen - so wie man das unter Fliesen beispielsweise in der Dusche macht (entsprechend der geltenden Fachregeln). Dann bleibt aber immer noch das Problem mit möglicherweise entstehenden Gerüchen durch stehendes Wasser unterhalb des Bodens.

Eine Abdichtung der Bodenkanten ist also sicher die einfachere und bessere Lösung. Sie muss, wie alle Silikonfugen (die sind ja sogenannte "Wartungsfugen" mit begrenzter Lebensdauer) regelmäßig überprüft werden.

Die Probleme, die sich schon bei voll verklebtem Vinylboden ergeben, sind bei schwimmend verlegtem Klick-Vinyl natürlich noch um ein Vielfaches größer. Hier sind sicherlich mehr und sorgfältigere Abdichtungen nötig: an allen Fugen, und an allen Randbereichen.

Grundsätzlich ist das aber durchaus möglich. Solange der Boden vor Aufquellen sicher ist, bekommt man das Abdichtungsproblem in den Griff.

3. Stehendes Wasser vermeiden

Auf jeden Fall sollte man große Wasserpfützen dennoch immer rasch aufwischen und stehendes Wasser so weit wie möglich vermeiden. Rechtzeitiges Aufwischen sollte einfach zur Gewohnheit werden.

4. Tipp

Achten Sie beim Kauf nicht nur auf die Feuchtraumeignung, sondern auch auf die Belagstärke. Je dicker der Vinylboden, desto abriebfester und angenehmer zu betreten ist er auch. Achten Sie gerade in Feuchträumen auch auf die Rutschsicherheit,die der Boden bietet.

Ihr vinylboden.at Team

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